TOKYO: UENO
Roboter, Tempel und Friedhöfe
Sonntag, 22.03.26
Ueno-Park. Jeder, der auf Kirschblüten steht (also alle Tokyoter), ist am Samstag in einem der Stadtparks. Da wird gepicknickt, Federball gespielt und die Kirschblüte bestaunt. Wir sind ja nicht nur da, um uns alte Steine anzuschauen, sondern auch, um das bunte Treiben zu beobachten.
Auf einer Insel liegt der Benten-do. Wir spazieren etwas auf dem Gelände herum, verlassen den Park, biegen ab zu einem kleinen Tempel mit sehr viel Leben. Dort schreiben die Schülerinnen und Schüler ihre Wünsche auf eine Holztafel, hoffen auf positive Weissagungen. Der Druck auf die Kids ist in Japan noch viel höher als bei uns.
Wieder am See, kommen wir an etlichen blühenden Kirschbäumen vorbei und an den vielen Booten in Schwanenform. Weiter geht es zum Yanaka-Friedhof, einem der größten Friedhöfe des Landes mit seinen vielen verwitterten Steinen. Danach geht es zu einem Café. Bestellt wird via QR-Code, serviert von einem Roboter.
Weiter geht es noch zur legendären Shibuya-Kreuzung, der wohl am stärksten frequentierten Fußgängerkreuzung der Welt. Uns fehlen zwei Tage, deshalb ist das Programm etwas gedrängt. Außerdem haben wir gerade beschlossen, morgen einen Ausflug nach Nikko zu machen...
Weiter geht’s: Shibuya Crossing, die größte Fußgängerkreuzung der Welt. Überall Menschen, Menschen, Menschen – ein Flashmob des modernen Verkehrs. Wir laufen, filmen und lachen. Oben auf dem Kaufhaus ist die Dachterrasse fast leer. Von hier wirkt das Fußgängergedränge wie ein Wimmelbild.
"Nachts, wenn die Neonschilder brennen, träumt die Stadt ihre wilden Träume."