Direktflug
Ein Großteil der angebotenen Flüge sind solche mit Zwischenstopp, oft über die VAE oder Katar, aber auch über Paris oder Helsinki, Ulan Bataar und und und... Wesentlich entspannter ist allerdings ein
Direktflug, auch nicht unbedingt spürbar teurer, v.a. wenn man lange im voraus bucht, idealerweise 12 Monate vor der Reise.
Zeit lassen
Es gibt tatsächlich bei verschiedensten Anbietern 2 Wochen-Rundreisen, nach Abzug für An- und Abreise bleiben 10 Tage übrig. Dafür lohnt sich die exorbitant lange Anreise nicht. Bevor man richtig
angekommen ist, ist man schon wieder weg...
Weniger ist mehr
Lieber mal eine Übernachtung mehr einplanen. Wir hatten bei unserer Reise fast überall 2 Übernachtungen und das war gut so, In Tokyo in Kyoto waren es sogar fünf. Während die anderen zum nächsten
Ziel hechelten, hatten wir die Zielorte oft fast allein für uns.
Bahn fahren: Japan Rail versus Suica
Bahnreisen ist extrem entspannt. In den Zügen hat man richtig Platz, sie sind absolut zuverlässig und sie stehen da, wo sie stehen sollen. Von wegen "umgekehrte Wagenreihenfolge". Und alle Infos gibt
es auch in lateinischer Schrift. Etwas tricky sind die Übergänge an den großen Bahnhöfen von einer Bahngesellschaft zur anderen.
Noch vor wenigen Jahren stellte sich die Frage nicht. Erst seit das Japan Rail Ticket vor ein paar Jahren spürbar teurer wurde, empfiehlt es sich, zu rechnen. Ist man viel und weiter unterwegs, lohnt
sich das Ticket auch heute noch, sonst ist man mit der Suica oft besser beraten. Auf Wanderweib.de gibt es einen Rechner - hier kannst Du checken, wie Du günstiger fährst.
Suica-App Mit der
Suca kann man den Bus oder die U-Bahn bezahlen, die Bahnfahrt, im Convenience-Store oder am Automaten einkaufen und oft auch den Eintritt bei Sehenswürdigkeiten löhnen. Die Suica gibt es entweder in
Karten- oder in App-Form. In beiden Fällen lädt man sich ein Guthaben auf die Karte. Nachteil der Karte: Man muss jedes Mal zum Automaten, wenn das Guthaben alle ist. Wenn man zum Zug will, wird es
schnell stressig. Vor allem, weil man die Karten nur mit Bargeld aufladen kann. Deshalb besser die App einsetzen!
Anzeigen im Zug beachten
Praktisch jeder Bahnhof hat einen Lift - man findet ihn halt bloß meist nicht. Deshalb beim Einfahren des Zuges die Bahnhofspläne beachten über den Ausgangstüren. Dort ist zu sehen, wo es Treppen, wo
Rolltreppen und wo es Lifte gibt. Den eingesparten Schweiß kann man besser an anderer Stelle investieren
Raus aus den Metropolen und den "Must see"-Orten
So toll Kyoto ist oder viele Ecken Tokyos: Gerade zur Kirschblütenzeit sollte man Ecken aufsuchen, wo nicht so viel los ist. Also setzt dich in den Bummelzug oder miete ein Auto - wobei letzteres
aufwändiger ist als anderswo.
Versteckte kleine Restaurants aufsuchen
Unsere besten Esserlebnisse hatten wir in den kleinen Lokalen, oft versteckt in irgendwelchen Nebenstraßen - aber immer Abseits von den Tours-EInflugschneisen. Die Eigentümer haben sich dort nicht
nur liebevoll um uns gekümmert, dort sind wir auch oft mit den Einheimischen ins Gespräch gekommen und das Essen war mindestens gut, fast immer sehr gut oder gar unglaublich gut! Und warum nicht mal
zur Abwechslung mexikanisch essen?
Mit Einheimischen ins Gespräch kommen
Ich weiß nicht, ob die Japanerinnen und Japaner offener geworden sind, es daran lag, dass ich mit zwei Frauen unterwegs war oder wir einfach Glück hatten. Vielleicht haben sich die Einheimischen auch
einfach mehr an die ausländischen Touris gewöhnt. Auf jeden Fall hat sich ihr Englisch seit 2010 spürbar verbessert. Besonders gut ins Gespräch kommt man in den kleinen Restaurants am Tresen.
Zeitaufwand bei innerstädtischem Transport nicht unterschätzen
In Tokyo oder in Kyoto von A nach B zu kommen - das dauert! Deshalb gut planen, wann man was besucht.
eSim-Karte besorgen
Die ersten Tage waren wir ohne eSim unterwegs und haben unnötig Zeit verplempert auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten oder Restaurants. eSim-Karte: Gerade für Kyoto, Tokyo oder Osaka eine exzellente
Investition.
Nicht zu sehr auf Google Maps verlassen
Leider ist Google Maps in Japan oft ziemlich ungenau, ist teilweise auch dem chaotischen Adresssystem geschuldet. Es ist allerdings nicht so schlimm wie auf Malta. Verlass Dich aber trotzdem nicht zu
sehr darauf, dass Du mit Google Maps dort landest, wo Du hin wolltest.
Auf eigene Faust verreisen
Unbedingt! Die Ausschilderung etwa an den Bahnhöfen oder den Straßen ist sehr gut, die Züge absolut zuverlässig, der Yen auf einem historischen Tiefststand. Japan gilt als sehr teuer, was es
2010 oder 2015 auch war. Inzwischen sind Übernachtungen, Essen und Transport deutlich billiger als etwa in Deutschland.
Bei Wanderweib reinschauen
Es sind gute Wanderführer auf dem Markt, etwa der von Reise KnowHow (744 Seiten), der von Stefan Loose (670 Seiten) oder der von Lonely Planet (736 Seiten). Die kommen aber alle nicht mal ansatzweise
von meinen alten Lonely Planet mit seinen 940 Seiten aus dem Jahr 2010 ran.
Praktische Tipps ohne Ende findest Du bei Tessa, dem Wanderweib. Lohnt sich ein Japan Rail Ticket? In welchem Stadtteil von Tokyo übernachtet man am besten? Wo sind die Kirschblüten Hot-Spots? Wo
muss man hin, wenn man in Nagasaki ist? Und, und, und. Unbedingt reinschauen: wanderweib.de
Beste Reisezeit
Die besten Reisezeiten sind März/ April (Kirschblüte) und Oktober/ November (Herbstfärbung). Achtung: Die Kirschblütenzeit ist absolute Hochsaison! Im Sommer sollte man einen Riesenbogen um Japan
machen - es ist so heiß und so schwül, dass Reisen echt keinen Spaß macht. Winter? Wer kalt mag (auch in den Wohnungen), mal einen richtigen Winter erleben möchte oder eines der vielen erstklassigen
Skigebiete auschecken will, ist auch im Winter richtig.
Convenience-Stores nutzen
In diesen Geschäften bekommst Du praktisch alles: Was zu trinken, zum Essen oder zum nnabbern. Du kannst dort Essen kaufen und dir in der Mikrowelle warm machen, Stromadapter kaufen oder günstig Geld
wechseln (zumindest bei 7 Eleven). 7 Eleven war unsere Lieblingskette. Alternativen sind Family Mart oder Lawson. Was ich 7 Eleven hoch anrechne: Am Flughafen Narita (Tokyo) hinter der
Sicherheitskontolle sind die Artikel genauso teuer wie draußen. Kein Scherz! Anderswo undenkbar!!!
Automaten nutzen
Wenn man was trinken will - egal ob kalt (blaue Tasten) oder heiß (rot): An praktisch jeder Ecke, teilweise auch mitten in der Pampa, weit weg von jedem Haus, stehen diese Automaten rum. Die Preise?
Kaum teurer als in den Geschäften.
Beim Geldwecheln nicht unnötig viel bezahlen
Man kannes nicht oft gnug wiederholen - das gilt in JApan genauso wie in jedem anderen KLand außerhalb der Eurozone: Geld abheben immer (!!!) in der Landeswährung, nie (!!!) auf "in Euro"
klicken.
Aussicht auf Tokyo genießen
Aussichtspunkte gibt es in Tokyo viele. Kostelose genauso wie kostenpflichtige. Bei manchen kann man nur in eine Richtung schauen, bei anderen hast Du einen Rundumblick. Beachte: Wenn Du auf den
Skytree oder den Tokyo Tower hochfährst, siehst Du die nicht...
In der Karte unten habe ich die schönsten Aussichtspunkte mit einem grauen Fernglas markiert.
Kein Tagesausflug nach Miyajima
Hoffnungslos überfüllte Züge. Hoffnungslos überfüllte Fähren. Hoffnungslos überfüllte Hauptstraße. So schaut ein Tagesausflug von Hiroshima aus. Statt dessen: Auf der Insel übernachten. Sind um 17
Uhr die Tagesausflügler erstmal weg (die meisten kommen auch vor 1 Uhr am nächsten Tag nicht wieder), hat man die Insel für sich alleine. Auch das wunderschön beleutetet Torii. Wichtig: Tisch
reservieren für Abendessen und Frühstück.
Am Fuji mehrere Tage einplanen
Der Fuji liegt im Gebirge, ist der höchste Berg Japans. Ergebnis: Das Wetter ist oft schlecht. Wir hatten insgesamt vier Übernachtungen vor Ort. An zwei Tagen konnten wir den Fuji gar nicht sehen, an
einem Tag war er zu sehen, es war aber diesig, und am vierten Tag hatten wir eine Traumsicht auf den Berg. Stell Dir vor, Du bist am Fuji und siehst ihn nicht?
Beim Fushimi Inari-Schrein Menschenmassen hinter sich lassen
Social Media hat einen regelrechten Hype ausgelöst, alle wollen zu den 10.000 Torii. Uns hat es dort auch sehr gut gefallen, vor allem weiter oben. Denn unten war es schon sehr voll. Es ist
glücklicherweise so wie überall bei den Hotspots in Japan. Die Touris jagen dem näcsten Highlight nach, haben nur 45 Minuten. Deshalb verirrt sich kaum einer bis ganz nach oben, wo Du die Torii für
Dich hast. Yeah!
Vom Mt. Inasa den Traumblick auf Nagasaki genießen
Nagasaki ist aus meiner Sicht eine absolute Traumstadt. Das absolute Highlight (das "high" ist wörtlich gemeint) für mich ist aber die Fahrt mit der Seilbahn auf den 333 Meter hohen Mt. Inasa, am
besten kurz vor Sonnenuntergang. Von dort oben hat man einen unglaublichen Blick. Auf der einen Seite schaut man auf Nagasaki runter, Auf den drei anderen SeitenWald, so weit man schauen kann.
Unterbrochen durch... NICHTS! Absolut rein gar nichts. Keine Straße, kein Waldweg. Nur Natur! So nebenbei wird dort oben deutlich, wie es kommt, dass die Hälfte der Japaner auf nur 2 Prozent der
Landesfläche wohnen.
Hier findest Du eine Karte mit vielen Tipps: Beste Ausblickspunkte auf den Fjui und in Tokyo, Welterbestätten und Sehenswürdigkeiten, Essenstipps und vieles mehr: