Rund um Karlsbad / Karlovy Vary

Karlsbad

Quelle: Google Maps

 

Loket / Elbogen

427 Meter / 3.079 Einwohner (01.01.21 / 1930: 3.837)

1234 erstmals urkundlich erwähnt

 

 

Orte, die in einer hügeligen Flussschleife liegen, haben etwas Besonderes, finde ich. So auch Loket, das an drei Seiten von der Elbe umflossen wird. Überragt von der Burg, bildet der Marktplatz mit dem Rathaus das Zentrum. Auf halber Strecke dazwischen die Kirche, alles umgeben von einigen engen Gässchen.

 

Den Ort habe ich voller in Erinnerung. Auch hier profitiere ich davon, dass noch nicht so viele Touristen unterwegs sind. Eine wunderbar entspannte Atmospäre in den Gassen und am Marktplatz.

 

Warum also nicht im Restaurant Atmosféra essen, wo mega-leckere Svíčková auf mich warten mit böhmischen Knödeln, bevor es hoch geht zur Burg.

 

Einmal umrunde ich die Stadt auf der anderen Seite der Elbe. Mehrfach gibt es spektakuläre Ausblicke. Ja, Loket/ Elbogen ist zweifellos eines der Highlights in Westböhmen.

 

Karlovy Vary / Karlsbad

447 Meter / 48.319 Einwohner (01.01.21 / 1930: 54.652)

Siedlungsspuren aus der Urzeit und Bronzezeit

 

 

An die Bäderarchitektur habe ich mich bei meinen Besuchen in den vergangenen 30 Jahren gewöhnt. Da kommt trotz eines "Gewöhnungseffektes" keine Langeweile auf.

 

Besonders angetan hat es mir aber die russisch-orthodoxe Kirche Peter und Paul. Ein Traum, ganz in hellhelb, weiß und hellblau mit seinen goldenen Kuppeln. Gebaut wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts für den russischen Adel, der schon damals einen großen Teil der Kurgäste stellte.

 

Die Verbindung mit Russland ist immer noch groß. Auch heute kommen viele der Touristen kommen von dort. Tägliche Flüge aus Moskau stellen das sicher.

 

Den tschechischen Hoteliers geht es wie ihren deutschen Kollegen ziemlich besch...eiden, Auch hier hat Corona alles lahm gelegt, die Hotels stehen leer. Die Parkplätze aber auch.

 

Prächtig, prächtiger, Stará Louka (Alte Wiese) - so lauten hierzulande die Steigerungsformen. An dieser Straße liegen die meisten der großen Hotels, aber auch die Kolonnaden. Hier sind auch viele Restaurants zuhause und die Läden der großen Labels. So wie schon zu den Zeiten, als der Adel hier Hof hielt, kommt auch heute noch die besser verdienende Welt zu Gast. Nicht nur, aber eben auch.

 

Andělská Hora / Engelhaus

665 Meter / 376 Einwohner (01.01.21 / 1930: 792)

1402 erstmals schriftlich erwähnt

 

 

Wollte schon fast an Engelhaus vorbeigefahren. Das wäre ein riesengroßer Fehler gewesen. Die Burgruine aus dem 14. Jahrhundert selbst ist sicher ncihts besonderes. Der Ausblick von dort oben allerdings spektakulär, vor allem an einem so klaren Tag wie heute.

 

Kyselka / Gießhübel

358 Meter / 789 Einwohner (01.01.21 / 1930: 552)

1792 entstand Kurort

 

 

Direkt an der Eger liegt Gießhübel, bis zum zweiten Weltkrieg ein florierender Kurort, heute eher eine Ghost Town, wie man sie eher in Arizona oder Nevada erwartet. Hier war es nicht das Gold, das eines Tages weg war, sondern die Touristen. Obwohl, die wären vielleicht sogar gekommen, wenn die Hotels nicht dem Verfall preisgegeben worden wären.

 

Antreiber für die Entwicklung war ein Heinrich Edler von Mattoni. Er hatte hier die Brunnen erschließen lassen und den Bau der Tourismus-Infrastruktur vorangetrieben. Am Schluss hatte er den ganzen Ort gekauft.

 

Das Quellwasser ist immer noch weltberühmt. Die Nationalität hat sich geändert, das politsiche und das Wirtschaftssystem gleich zweimal. Auch heute heißt das Wasser noch Mattoni.

 

Ostrov nad Ohří / Schlackenwerth
398 Meter / 16.491 Einwohner (01.01.21 / 1930: 2.958)

erste Erwähnung wohl 1207

 

 

Am Stadtrand liegen Kloster und Schloss aus dem 17. Jahrhundert, beide sehr schön im Stadtpark bzw. direkt neben dem Stadtpark gelegen. Ein schöner Abschluss eines schönen Ausflugstages!

 

Statek Bernard

 

Viele Interessante Infos und (Ausflugs-)Tipps auf http://www.zivykraj.cz/de/