Eine Seefahrt, die ist lustig...
Montag, 30.03.2026
Heute setzen wir auf die andere Seite der Bucht über, an den Fuß des Vulkans. Leider ist man dort – aus Sicherheitsgründen – sehr eingeschränkt bei seinen Freizeitaktivitäten. Wir machen einen Spaziergang durch die Lavafelder. Die Natur hat sich das Terrain in weiten Teilen längst zurückgeholt. Man könnte meinen, Tolkien hätte sich hier Inspirationen für seine Bücher geholt.
Der Sakuruajima gehört zu den seismisch aktivsten Ecken unseres Planeten. 172 Ausbrüche gab es 2025. In Kagoshima gilt es als normal, dass Autos, Straßen oder Häuser mit einer dünnen Ascheschicht bedeckt sind. Wäsche sollte man da wohl nicht unbedingt draußen zum Trocknen aufhängen...
2026 ist alles ganz anders: Hausfrauen und Hausmänner freuen sich: Endlich kann man Mittags Wäsche zum Trocknen raushängen und kann sie Abends auch weiß wieder reinholen.
Leider ist der gesamte Weg asphaltiert. Wir sehen immer wieder Vögel, aber auch blühende Kirschbäume. Auf der anderen Seite der Bucht ist Kagoshima durch den Dunst zu erkennen. Als wir am Ende des Weges sind, kommt gerade der Bus an, der uns hoch bringt zum höchsten erreichbaren Punkt. Viel gibt dort nicht, auch bei der Aussicht gibt es viel Luft nach oben. Dort kommt man nur über die Straße wieder weg, per Bus oder zu Fuß. Wir nehmen den Bus und Hügels setzen wieder nach Kagoshima über.
Natürlich machen wir erst mal wieder einen Zwischenstop bei Seattle's Best Coffee. Am Abend bekommen wir nach kurzer Wartezeit drei Plätze in einem Running Sushi. Die kleinen, verschiedenfarbigen Teller (Jede Farbe steht für einen bestimmten Preis) stapeln sich neben uns an der Theke. Auch für das Bier gibt es entsprechende Tellerchen. Wir schnappen uns nicht nur Leckereien vom Band, sondern ordern auch das, was die Nachbarn bestellt hatten. Die Sushi-Maker machen ihre Späßchen, wir kommen mit unseren Nachbarn ins Gespräch. Ein toller Abend. Auch wenn Kagoshima vielleicht nicht Schritt halten konnte mit den vergangenen Tagen – das Essen konnte es allemal!
„Daher sehnen wir uns nach etwas Einfachem, zum Beispiel Sushi: Reis, Fisch, Sojasauce. Da wissen wir, was wir bekommen. Genau wie bei einem Steak. Da muss man nicht nachdenken, sondern nur genießen.“
-- Alexander Herrmann, Zwei-Sterne- und Fernsehkoch