Straßenhorror

Unterwegs auf Malta

Der Linksverkehr sollte sich gar nicht als größtes Hemmnis herausstellen. Am ersten Tag war es vor allem die Gangschaltung – Sakra, die bin ich überhaupt nicht mehr gewohnt. Viel schlimmer war die katastrophale Beschilderung, mal auf die Straße gemalt, mal ein Schild und oft gar nichts. Extrem fordernd waren die (mehrspurigen) Kreisel, die alle paar Meter auf einen warteten. Was war das für eine Erlösung, wenn das Navi sagte, „fahren sie 500 Meter geradeaus“. 500 Meter kein Kreisel! Erholung pur!

 

Am allerschlimmsten war aber Google Maps, das ich als Navi im Einsatz hatte. Das Teil wollte mich dauernd irgendwo Treppen runterschicken, Einbahnstraßen verkehrt rum oder in Sackgassen. Ich hatte allen Ernstes angefangen, mich zu fragen, ob die Russen irgendwo einmarschiert sind, so dass das GPS-Signal bewusst manipuliert wurde. Nietschewo. Google Maps war einfach nur grottenschlecht. Und irgendein Scherzkeks hatte das Teil auch noch so programmiert, dass es ständig Ansagen gab, wie „Fahren Sie die Triq Rhabarber rhabarber rhabarber in Richtung Nordosten und biegen sie nach 300 Metern rechts in die Triq Rhabarber bla bla blub Donald Duck in Richtung Südwesten ab.“ Nordosten? Südwesten? Ich habe mir als erstes einen Kompass angeschafft.

 

Wie kommt man auf Malta am Besten von A nach B?

Verkehrsmittelwahl auf Malta

 

Pkw

+ Preiswert

+ Flexibel

- Wegen der chronisch verstopften Straßen sehr langsam

- Stressig dank Linksverkehrs und überlasteter Straßen

- Ohne gutes (!!!) Navi orientierungsloses Rumgegurke

- Weniger als 5 km/h nichts Besonderes

Bus

+ Preiswert

+ Relaxt von A nach B

+ Man lernt Einheimische kennen

- Langsames Vorwärtskommen

- Da auch die Busse im Stau stehen, geht es nur zäh vorwärts

- Oft lange Wartezeiten an der Bushaltestelle, da der Bus im Stau steht

- Geringe Flexibilität

 

Bolt / Uber

+ Stressfrei

+ Relaxt von A nach B

- Vergleichsweise teuer

- Wegen der chronisch verstopften Straßen sehr langsam

 

Hop-On / Hop-Off – Bus

+ Stressfrei

+ Relaxt von A nach B

+ Infos während der Fahrt

- Da auch die Busse im Stau stehen, geht es nur zäh vorwärts

- Unverhältnismäßig teuer

- Es gibt nur zwei Strecken

- weite Teile der Inseln sind abgedeckt, es fehlen z.B. die Dingli-Klippen

 

Zu Fuß

+ Stressfrei

+ Oft nur unwesentlich langsamer als Pkw, teilweise schneller als der Bus

- Die Insel ist zwar nicht groß, um die ganze Insel zu Fuß abzudecken aber zu groß

- Abgesehen von einigen großartigen Wanderwegen sind die Wege sehr unattraktiv

 

Per Fähre

+ Stressfrei

+ Schnell

+ Zuverlässig

- Etwas teurer als der Bus

- Deckt nur wenige Strecken ab

 

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