Three Cities

Sonntag, 30.11.2025

Birgu und das Fort St. Angelo

 

Ich muss mich von der Fahrerei gestern erholen. 10 Kilometer auf Malta können echt anstrengend sein. Mein Ziel heute: Senglea, Birgu und das Fort St. Angelo, alles zu Fuß. Senglea und Birgu, nur getrennt von einem Meeresarm, der gerade mal 100 bis 200 Meter breit ist, sind zwei schöne kleine Städte, touristisch glücklicherweise noch weitgehend unentdeckt. Die ganz großen Highlights mögen fehlen, aber mir gefallen diese beiden alten Städte mit ihren schmalen Gässchen und Kirchen.

 

 

Zunächst geht es bei mir ums Eck ganz nach vorne zur Landspitze, zu den Gardjola Gardens, wo man einen tollen Blick hat rüber nach Birgu, das Fort und Valletta. Das sollte in den kommenden Tagen immer mein erstes Ziel sein – sind ja keine 100 Meter hin. Ich laufe auf der Westseite von Senglea entlang, wo ich einen tollen Blick auf die Werften habe, wo ein paar große Pötte auf Vordermann gebracht werden. So auch die MSC Magnifica, die Platz bietet für maximal rund 2.500 Passagiere.

 

 

In Senglea speise ich (alle anderen Formulierungen erscheinen mir unpassend) im einzigen Lokal, das nicht unten in der Bucht ist. Man hat den Eindruck, man ist in einem Palast. Tische und Stühle dagegen sind einfach, auch die Speisen gehen eher in Richtung Hausmannskost. Aber lecker!

 

 

Kurz vor dem Ende der Halbinsel liegt die schöne Basilika Of The Nativity Of Mary. Direkt dahinter die Stadtmauer und das Fort Saint Michael and the Bastions, das die Stadt von der Landseite her absichert. Von dort aus es gibt es tolle Ausblicke, nicht zuletzt auf den Dachpool des einzigen (Luxus-) Hotels der Stadt.

 

 

In Senglea gibt es eine Grundregel: Irgendwann geht es immer die Treppen nach unten, will man nur Bucht. Dort geht es dann wieder nach oben, zum Stadttor nach Birgu hinein. Dort schlendere ich durch die Altstadtgassen, immer in Richtung Landspitze mit der Festung.

 

 

Auf Malta bekommt man ab dem 60. Lebensjahr Seniorenrabatt. Das ist so ungewohnt, fast hätte ich diese Tatsache übersehen. Statt 10 Euro werden 6 Euro fällig. Die Festung ist eine echte Landmarke am Ende der Halbinsel. Gerade in der großen Belagerung von 1565 durch die Osmanen, der „Grand Siege“, hatte die Festung eine entscheidende strategische Position inne.

 

 

Die erfolgreiche Verteidigung Maltas durch die zahlenmäßig weit unterlegenen Ritter unter Großmeister Jean Parisot de la Valette stoppte den Vormarsch der Osmanen und zerstörte das Mythos der Unbesiegbarkeit der osmanischen Flotte.

 

 

Den Sonnenuntergang mit Blick auf Valletta und Senglea genieße ich von den Felsen vor der Festung. Während der blauen Stunde geht es direkt an den Jachten der Milliardäre vorbei.

 

Da liegt z.B. die 77 Meter lange 100 Mio. $-Jacht Samar des Kuweiti Kutayba Alghanim (1,4 Mrd. $ schwer), nebenan die 73 Meter-Jacht „Plan B“ des im heutigen Usbekistan geborenen Pathok Chodiev (2,1 Mrd. $), die 70 Meter-Jacht Amadeus II, die 80 Meter-Jacht Leona des saudischen Königshauses, die 50 Meter lange Red Sapphire“ usw.. Diese hat z.B. in den 112 Tagen zwischen dem 10. August und dem 30. November 2025 den Grand Harbour gerade mal für einen Tag verlassen. Die meisten der genannten Jachten verfügen sogar über einen Helikopter-Landeplatz

 

Auf vesselfinder.com findet man den aktuellen Standort aller Schiffe, auch von größeren Jachten. Auf vesselfinder.com findet man den aktuellen Standort aller Schiffe, auch von größeren Jachten.

 

Zu Abend esse ich in einem schönen Lokal in Birgu etwas oberhalb mit tollem Blick auf die Bucht.

 

Die Fähre nach Sizilien verlässt den Grand Harbour. Die Fähre nach Sizilien verlässt den Grand Harbour.
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