Rom

10 Tipps für Deinen Rom-Besuch

 

Rom gehört zu den gefragtesten City-Destinationen weltweit. Nicht zuletzt dank Dan Browns Buch "Iluminati" sind viele Sehenswürdigkeiten spürbar gefragter als noch vor 20 Jahren. Auch ist die Stadt an vielen Stellen längst ein Opfer ihrer Popularität geworden, was man an den Besuchermassen auf der Piazza Navona, im Pantheon, im Kolosseum oder den Museen sieht. Die Angst vor Anschlägen, wie beim Petersdom, tut ein übriges.

 

Für Rom musst Du viel Zeit mitbringen, da die Sehenswürdigkeiten nicht immer in Laufentfernung zueinander liegen und das ÖPNV-System für eine Stadt dieser Größe sehr schlecht ausgebaut ist. Das allerdings kann man den Römern kaum vorwerfen, schließlich stoßen die Bauarbeiter beim Buddeln für die U-Bahn spätestens alle 50 Meter auf antike Artefakte. 

 

Für den ÖPNV unbedingt Zeitkarten besorgen, gibt es bei den Tabacchi, aber auch z.B. beim Ticketschalter am Bahnhof beim Flughafen Fiumicino. Ein Tagesticket kostet z.B. 7 Euro, das Wochenticket 24 Euro. Weitere Informationen, auch eine Übersicht zu den Linien und dem Gültigkeitsbereich findest Du auf der Homepage der ATAC.

 

Tipp 01: Galleria Borghese

 

Ein wunderschönes Museum, das einen Besuch unbedingt lohnt. Einen guten Überblick verschafft man sich in rund zwei Stunden. 

 

Ein Besuch ist i.d.R. nur mit Vorreservierung möglich und lohnt sich unbedingt. Der Besuch ist mit Führungen in italienischer und englischer Sprache (sehr früh ausgebucht) möglich, abends auch auf eigene Faust.

 

Eine Besichtigung ist ausschließlich im 2 Stunden-Takt ab 9:00 Uhr möglich, maximal 360 Personen haben zeitgleich Einlass. Zu bestimmten Terminen kann man auch um 19:00 Uhr ins Museum. Nachts im Museum halt. 

 

Da zeitgleich 360 Personen ins Museum strömen, sind ein paar Strategien angesagt. Am besten erst einmal einen Audio-Guide leihen, anschließend in aller Ruhe einen Espresso im Museums-Cafe trinken oder einen Snack zu sich nehmen, während die anderen in der Schlange stehen. Die Masse strömt nach dem Einlass in den ersten Stock, deshalb am besten erst einmal ins zweite Obergeschoss.

 

Den Besuch wert sind alleine schon die Skulpturen von Bernini in der ersten Etage.

 

Weitere Informationen und auch Tickets gibt es z.B. über die Homepage des Museums (leider nur auf italienisch).

 

Tickets kosten 20 Euro, ermäßigt 13,50 Euro (incl. 2 Euro Buchungsgebühr); Audioguides 5 Euro (Stand: 11/2018).

 

Fotografieren ohne Blitz ist erlaubt.

 

 

Tipp 02: Vatikanische Museen

 

 

Voll, voller, Vatikanische Museen. So lässt sich die Situation am besten umschreiben. Ist mal endlich drin in der Sixtinischen Kapelle, da wo jeder hin will, kommt man praktisch nicht mehr raus. Man kann die Menschenmassen verfluchen, die sich dort ein Stelldichein geben. Aber wer bin ich denn, dass ich rein will, diesen Wunsch aber allen anderen (also der "Masse") abspreche?

 

Mein Tipp: Mach einen großen Bogen um das Museum!

 

Glaubst Du mir nicht? Na ja, war einen Versuch wert. Selbstverständlich lohnt sich der Besuch. So viele unglaubliche Objekte so konzentriert, findet man anderswo kaum. 

 

 

Alleine die endlos scheinende Decke im Saal der Karten ist einen Besuch wert. Gar nicht zu reden von den Stanzen des Raffael und der Sixtinischen Kapelle. Dazu kommen etliche Bilder der gefragtesten Künstler aller Zeiten.

 

Also bleibt auch hier nur Plan B: Besuch (im Sommer und Herbst) früh morgens um 6 Uhr oder abends nach 19 Uhr. Dann sind die Museen immer noch voll, es sind aber dennoch dramatisch weniger Menschen unterwegs. Abends wird oft auch Musik gespielt, die Cafeteria ist aber leider schon zu.

 

Weitere Infos zum Museum gibt es hier und zur langen Nacht hier.

 

Tickets kosten 18 Euro (ermäßigt: 8 Euro); wer sich die Schlange beim Einlass ersparen will, zahlt noch einmal 4 Euro Buchungsgebühr). Für die "Lange Nacht" müssen Sie 21 Euro kalkulieren (ermäßigt 12 Euro), zzgl. Buchungsgebühr. Für den sehr empfehlenswerten Audio-Guide kommen noch mal 7 Euro dazu (Stand 11/2018). Es gibt zahlreiche weitere Angebote, etwa eine Kombi mit Petersdom, zzgl. Guide, mit Mittagessen und, und, und...

 

Fotografieren ohne Blitz ist erlaubt.​

 

 

Tipp 03: Petersdom

 

Die Kirche aller Kirchen. Hat nicht nur für Katholiken eine große Bedeutung, sondern begeistert mit Sicherheit jeden Besucher. Auch am Petersdom spürt man die erheblichen Veränderungen in der Stadt Rom der vergangenen 30 Jahre. Am Petersdom sieht man sehr gut, wie sich die Sicherheitslage der Welt geändert hat, ist das Gotteshaus doch längst Hochsicherheitstrakt.

 

Das führt schnell zu langen Wartezeiten, drei bis vier Stunden sind da keine Seltenheit. Klar, man kann Tickets kaufen (ab 19,50 Euro aufwärts), damit man an den Schlangen vorbeigeführt wird. Tickets werden auch noch am Petersplatz selbst verkauft. 120 Euro hat ein windiger Händler von holländischen Touristen verlangt. Ob man mit so einem Ticket auch tatsächlich ohne Schlange reinkommt, ist noch eine ganz andere Frage.

 

Plan B: Früh raus aus den Federn und um 7 Uhr am Petersplatz auf der Matte stehen. Wir sind ruck zuck reingekommen und haben den Flow mitgenommen. Um 8 Uhr haben wir die Tickets für den Besuch der Kuppel und sind mit als erste oben (8 Euro für die Treppe; 10 Euro für Lift und Treppe) und kommen auch dort ohne Wartezeiten hoch.

 

 

Die Gretchenfrage, die jeder für sich beantworten muss, lautet: Was ist spektakulärer: Der Blick von oben in den Dom oder der Blick auf den Petersplatz und Rom? 

 

Beide haben einen hohen Wow-Faktor.

 

Tipp für Fotografen: An der Ballustrade, wo man einen Blick in den Dom hat, stehen sie Gitter so dicht, dass man mit einer Spiegelreflex keine Fotos machen kann. Dsas geht nur mit einer Kamera (oder einem Smartphone) mit kleinem Objektiv.

 

 

Für unser frühes Aufstehen wurden wir auch noch belohnt: Ein Regenbogen erwartete uns am Petersplatz. Weitere Infos zum Petersdom hier.

 

 

Tipp 04: Campo Santo Teutonico

 

Ein Kleinod im Vatikan ist der Campo Santo Teutonico, der deutsche Friedhof, nur zugänglich für deutsche Staatsbürger. Auch hier Sicherheitskontrollen. 

 

Während ein paar Meter weiter viele Tausend Menschen stundenlang darauf warten, in den Petersdom vorgelassen zu werden, herrscht hier paradiesische Stille. 

 

Laut Statuten haben Mitglieder der Erzbruderschaft zur schmerzhaften Mutter Gottes, Angehörige von Ordenshäusern deutschen Ursprungs sowie der anderen deutschen Kollegien auf diesem Friedhof Grabrecht.

 

Der Eintritt ist kostenfrei.

 

 

Tipp 05: Kolosseum

 

Von 72 bis 80 nach Christus erbaut, über Jahrhunderte als Steinbruch missbraucht, ist das Kolosseum immer noch eines der imposantesten Gebäude, das ich kenne. Es soll vor knapp 2000 Jahren mit 100 Tage langen Festspielen eingeweiht worden sein. By the way: Das Kollosseum komplett zu räumen, ging damals - wie aktuelle Simultationen zeigen - etas schneller als die Räumung der Allianz-Arena.

 

Überraschung! Auch hier Menschenmassen und lange Schlangen. Für das Kolosseum sind vorgebuchte Tickets ein guter Deal. Einziger Nachteil: Man ist zeitlich recht gebunden, muss zur verabredeten Zeit da sein. Die Tickets gelten für zwei Tage, auch für das Forum Romanum und den Palatin.

 

Auch hier gibt es Audio- und sogar Videoguides. Mein Tipp: Finger weg. Ausschnitte aus Ben Hur und anderen Filmen schaue ich mir lieber zu Hause an. Konkrete Informationen bekommt man über diese Guides kaum.

 

Eintritt: 12 Euro (bis 25 Jahre: 7,50 Euro, bis 18 Jahre kostenlos). Wollen Sie die Schlangen umgehen, bezahlen Sie 16 Euro (ermäßigt: 11,50 bzw. 4 Euro). Der Audioguide kostet 5,50 Euro, der Videoguide 6,00 Euro).

 

 

Tipp 06: Pantheon

 

Beim Pantheon ist es wie bei der Piazza Navona: Es gibt eine Zeitrechnung VOR und eine NACH Dan Browns "Illuminati". Bei meinen drei Aufenthalten in den 1990ern hatte ich das Pantheon praktisch für mich alleine. Als ich kurz nach dem Erscheinen des Buches Rom besucht hatte, kam ich fast nicht ins Gebäude hinein. Ganz so schlimm war es 2018 nicht, aber es war immer noch sehr, sehr voll.

 

Es ist zweifellos eines der am besten erhaltenen antiken Gebäude weltweit und für mich auch das beeeindruckendste. Bis heute verfügt das Pantheon über die größte nicht verstärkte Zementkuppel der Welt. 

 

Also die Römer beeindrucken mich immer wieder ob ihrer beeindruckenden Technologien und Architektur. Warum? Das zu erklären würde zu lange dauern. Deshalb: Einfach selbst das Pantheon aufsuchen!

 

Der Eintritt ist kostenlos.

 

Fotografieren ist erlaubt.

 

 

Tipp 07: Pincio & Gianicolo

 

Rom ist auf sieben Hügeln erbaut, vielleicht sind es auch ein paar mehr. Von zweien, wunderbar im Grünen gelegen, hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Vom Gianicolo vor allem beim Sonnenaufgang und vom Pincio während und nach dem Sonnenuntergang. Kein Wunder, das man hier laufend über Liebespaare stolpert.

 

 

Tipp 08: Via Appia Antica

 

Die Via Appia Antica hat immer noch genau die gleiche Streckenführung wie vor 2000 Jahren, teilweise sind sogar die Pflaster noch original. Mehrere Katakomben, Villen, Gärten und andere Sehenswürdigkeiten säumen den Weg. Sonntags ist die Straße weitgehend autofrei.

 

Bei EcoBike kannst Du E-Bikes und Fahrräder im Topzustand ausleihen. Mit einem solchen Rad kommt man natürlich ein erhebliches Stück weiter als zu Fuß. Unterwegs sollte man auf jeden Fall eine der Katakomben besuchen. Es gibt auch mehrere Einkehrmöglichkeiten, aber leider nur am ersten Stück der Strecke.

 

 

Tipp 09: Essen im Ristorante Baccanale

 

Geht man nach einem Besuch der Galleria Borghese in Richtung U-Bahn-Station Barberini, kommt man direkt am Baccanale in der Via Veneto vorbei. 

 

Sie mögen exzellentes Essen, eine ausgezeichnete Weinkarte, eine zuvorkommende und freundliche Bedienung, garniert von einem tollen Ambiente? Dann kann ich nur empfehlen, hier einen Zwischenstop einzulegen.

 

 

Tipp 10: Osteria de Memmo i Santori

 

Genau so stelle ich mir eine Osteria vor. Unweit der Piazza Navona betritt man hier eine andere Welt, eine Welt ohne Touristen (zumindest als wir dort waren), dafür mit vielen Einheimischen und römischen Geschäftsleuten. Die Römer sind bekannt dafür, dass sie schlechtes oder mittelmäßiges Essen nicht akzeptieren, eine erstklassige Empfehlung für das Lokal. 

 

Am besten bei den unglaublich leckeren Antipasti einsteigen, dann vom Patrone oder seinen Söhnen ein Pasta-Gericht vorschlagen lassen und schließlich das Essen mit der Nachspeise abschließen, bei meinem Besuch gab es frische Beeren auf Eis.

 

Ach ja, den Wein nicht vergessen! Es mag hier keine 50 Sorten geben, aber statt Masse gibt es hier Klasse.

      

 

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